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Universitätslehrgang „Palliative Care” (120 ECTS)

Die Weiterbildungsmöglichkeit mit akademischem Abschluss („Master of Science“)

Seit nunmehr 20 Jahren bietet die Hospizakademie Bamberg Aus- und Fortbildungskurse für Mediziner*innen, Pflegekräfte und Seelsorger*innen im Rahmen der Palliativversorgung an.

Dank einer Vereinbarung mit der Paracelsus Medizinischen Universität in Salzburg und deren Partnern können verschiedene Berufsgruppen interprofessionell vier Semester des Universitätslehrgangs „Palliative Care“ direkt in Bamberg studieren.

Die neue und innovative Weiterbildungsmöglichkeit mit akademischem Abschluss („Master of Science Palliative Care“) besteht aus drei Levels:

Kurs-Diagramm

Einem interprofessionellen Basislehrgang (2 Semester, 30 ECTS). Dieser Basislehrgang wird an der Hospizakademie in Bamberg angeboten. Termine, Inhalte und mehr finden Sie unmittelbar im Anschluss an diese Basisinformationen.

In Level 2 (ebenfalls 2 Semester, 30 ECTS) sind berufsgruppenspezifische Vertiefungslehrgänge vorgesehen. Die Hospiz-Akademie Bamberg bietet 2022 / 2023 den psychosozial-spirituellen Vertiefungslehrgang an.

Beide Levels (1 und 2) können auch ganz unabhängig von Level 3, und somit dem Weiterstudieren bis zum Master, belegt werden. Für Palliative Care Fachkräfte, die in Deutschland den zertifizierten PC-Kurs nach Kern, Müller, Aurnhammer absolviert haben, besteht die Möglichkeit, nach Abfassen einer wissenschaftlichen Arbeit und dem Nachweis eines Praktikums direkt in Level 2 (Semester 3) einzusteigen. Hierzu bedarf es einer persönlichen Anerkennung der Bewerber*innen durch die Studienleitung. Ab Level 2 sind die Teilnehmer*innen an der PMU Salzburg immatrikuliert.

Der Abschluss des Studiums in Level 3 (60 ECTS) mit einer interprofessionellen Spezialisierung führt dann in Salzburg in zwei Semestern (+ einem Semester für die Masterarbeit) zum Masterabschluss.

Die Stärken des neuen Studienganges sind:

1. Er qualifiziert fundiert in Palliative Care, Projektarbeit, Führungskompetenz und wissenschaftlichem Arbeiten.

2. Er ist berufsbegleitend angelegt.

3. Die Berufsgruppen, die später eine gute Netzwerkarbeit zu gunsten der Patient*innen und ihrer Familiensysteme leisten sollen, lernen von Beginn an miteinander und schärfen so einen „interprofessionellen“ Blick.

Zielgruppe des Universitätslehrganges

Mediziner*innen, Pflegekräfte, Seelsorger*innen, Psycholog*innen, Sozialarbeiter*innen, Psycho- und Physiotherapeut*innen und anderen Expert*innen aus psychosozialen Berufen mit Erfahrung in der Begleitung schwerkranker Menschen.

Alle Teilnehmer*innen müssen in einer praktisch-professionellen Tätigkeit stehen, die die Umsetzung der Hospiz-/Palliativgrundsätze ermöglicht.

Zulassungsvoraussetzungen

Einschlägiger Berufs- oder Studienabschluss (Medizin, Pflege, Theologie, Psychologie, Sozialarbeit oder vergleichbare Qualifikation)

Tätigkeit im Gesundheits- oder Sozialbereich und Erfahrung in der Begleitung von schwerkranken Menschen

„Ausgezeichneter“ Studiengang - Prämierung

Beim 15. Weltkongress der EAPC in Madrid im Mai 2017 wurde dem Universitätslehrgang Palliative Care der „Award for Palliative Care Leadership Programmes“ der European Association for Palliative Care (EAPC) und der European Palliative Care Academy (eupca) verliehen. Der Award wird weltweit an Aus- und Weiterbildungsprogramme verliehen, die nachweislich Leadership in Palliative Care ermöglichen und damit auch die Entwicklung dieses Berufsfeldes begleiten und fördern.

Ausschlaggebend waren u.a. der multiprofessionelle Ansatz, der an der Praxis orientierte Inhalt, ein Methodenmix, in dem sich Praxiserfahrung, Austausch, fachlicher Input und Forschungsmethoden erfolgreich verbinden, die integrierten Qualitätssicherungsmaßnahmen, die Sicherung der Nachhaltigkeit und die Tatsache, dass sehr viele der Absolvent*innen sich aktiv und erfolgreich in die Weiterentwicklung von Hospiz und Palliative Care einbringen, sei es auf politischer Ebene oder durch aktives Engagement in der Fortbildung.

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