T06:
Trauerbegleitungs-Angebote für Corona-Hinterbliebene gestalten

(Online-) Fortbildung

Inhalte

Die Coronapandemie hat unzähligen Menschen einen zu frühen Tod gebracht. Auch die Umstände des Sterbens waren unter Pandemie- Bedingungen für Angehörige oft besonders belastend. Todesqualen durch Atemnot, kaum Nähe und Zuwendung durch Familienmitglieder im Sterbeprozess sind schwer zuertragende Vorstellungen. Hinterbliebene konnten sich nicht verabschieden und nach dem Tod ihre Angehörigen nicht mehr sehen.

Corona-Verstorbene wurden auch nicht wie normale Verstorbene behandelt und beerdigt.

Wie kann eine gute Begleitung unter Berücksichtigung dieser Besonderheiten gelingen kann und worauf können ehrenamtliche Trauerbegleiter*innen bei Corona-Hinterbliebenen eingehen, um sie in ihrer Trauer gut zu begleiten.

Ziele u. Arbeitsweg

Trauerbegleitung für Corona-Hinterbliebene zeichnet sich durch einige Besonderheiten aus:

  • Quälendes, einsames Sterben ohne Abschied und ohne Beistand der Familie
  • Beerdigungen ohne die erwünschten Trauerfeiern
  • Umgang mit quälenden Fragen der Hinterbliebenen
  • Verschiedene Formen der Trauerbegleitung z.B. Einzelbegleitung und Trauergruppen
  • Anregungen und Gestaltungsmöglichkeiten, z.B. das ritualisierte Nachholen von Abschieden.

Der Fokus liegt dabei auf Trost und Versöhnung mit den als schicksalhaft empfundenen Verlusten. Was können Hospizvereine tun, um die Trauer der Corona- Hinterbliebenen anzuerkennen und ihnen ein passendes Angebot der Begleitung zu machen.

Zielgruppe

Trauerbegleiter*innen, Hospizmitarbeiter*innen

Termin

Freitag, 01. April 2022, 8.30 – 16.15 Uhr

Anmeldung: bis 18. März 2022

Kursgebühr

139,-- Euro

Leitung

Anke Wagner, Psychologin M.Sc. (Univ.), Trauerbegleiterin (M.I.T. Münchner Institut für Trauerpädagogik), Leiterin des Arbeitskreises Trauerbegleitung im Hospizverein Bamberg e.V.

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