O05:
Autonomie bis zuletzt

Rechtliche und ethische Informationen und Austausch zum Stand der Suizidassistenz in Deutschland

Inhalte

Mit seinem vom Februar 2020 hat das Bundesverfassungsgericht eine kontroverse gesellschaftliche Debatte und ein neues Gesetzgebungsverfahren in Gang gesetzt. Im Urteil hieß es:

„Das allgemeine Persönlichkeitsrecht (Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG) umfasst ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben. Dieses Recht schließt die Freiheit ein, sich das Leben zu nehmen und hierbei auf die freiwillige Hilfe Dritter zurückzugreifen. Die in Wahrnehmung dieses Rechts getroffene Entscheidung des Einzelnen, seinem Leben entsprechend seinem Verständnis von Lebensqualität und Sinnhaftigkeit der eigenen Existenz ein Ende zu setzen, ist im Ausgangspunkt als Akt autonomer Selbstbestimmung von Staat und Gesellschaft zu respektieren."

Die Veranstaltung setzt sich mit der Frage nach den Konsequenzen für die Hospizarbeit, die palliative Versorgung und die Begleitung auseinander.

Ziele und Arbeitsweg

Die Teilnehmer*innen setzen sich mit den rechtlichen Implikationen des Urteils sowie mit ethischen Fragestellungen, die sich aus dem Urteil ergeben, auseinander.

Neben theoretischen Impulsen zur Rechtslage und der Interpretation des Urteils und der aktuellen Gesetzgebung ist Raum für die ethische Auseinandersetzung einer für die Gesellschaft zukunftsweisenden juristischen Entscheidung.

Zielgruppe

Ärztinnen, Ärzte, Pflegekräfte, Vorstände und Koordinatoren*innen von Hospizvereinen, Hospizmitarbeiter*innen, alle Interessierten

Termin

Montag, 02. Mai 2022, 17.00 - 20.00 Uhr

Anmeldung: bis 19. April 2022

Kursgebühr

35,-- Euro

Leitung

Dr. Georg Beirer, Theologe, Dipl. Päd. (Univ.), Moraltheologe

Dr. Brigitte Lotter, Anästhesie, Palliativmedizin, Chefärztin der Klinik für Palliativmedizin der Sozialstiftung Bamberg

Benno Pfuhlmann, Fachanwalt für Medizinrecht

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