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S04:
Reifen durch Leid?

Grenzen gestalten und überschreiten

Inhalte

Das Leid folgt dem Menschen wie ein Schatten und durchzieht sein ganzes Leben. Die vielen, oft leisen Erfahrungen des Leid werden meist ignoriert oder verdrängt, bis der Leidensdruck so groß ist, dass es nicht mehr anders geht und etwas verändert werden muss. Das gilt persönlich wie gesellschaftlich gleichermaßen.

Die damit verbundenen Erfahrungen von Grenzen sind Einladungen zur Lebensgestaltung und neuen Möglichkeiten. Dabei soll Leid als existentielle Infragestellung nicht schön- oder weggeredet oder gar spirituell überhöht werden. Auch soll es nicht in die abstrakte Frage „Warum Leiden" oder „Wie kann Gott das zulassen" aufgelöst werden.

Leid ist Verdichtung von Leben und führt das Leben in die Krise. Es provoziert, sich dem Wesentlichen des eigenen Lebens zu stellen und Neues zu wagen. Die erfahrenen Einbrüche bisheriger Lebenserwartungen und entwürfe werden zur Herausforderungen, denen sich der Mensch stellen und die er seiner Würde und Selbstbestimmung entsprechend gestalten muss. Leid kann dann neue Lebensräume und auch neue Qualitäten von Leben eröffnen, die nicht wenige als Entdeckung des Entscheidenden ihres Daseins erleben, worauf es wirklich ankommt.

Das Nachdenken darüber nimmt dem Leid weder seinen Schmerz noch die Begrenzungen des eigenen Daseins, sondern spürt dem Menschwerden und den existentiellen Lernerfahrungen durch Leid nach - bis hin zu dem Widerstand, vermeidbares Leid abzuschaffen, und aktivem Engagement dort, wo Leid nicht überwunden, sondern nur ertragen und liebend begleitet werden kann.

Zielgruppe

Ärzte, Pflegekräfte, Hospizmitarbeiter, Seelsorger, Psychotherapeuten, Heilpraktiker Psychotherapie, Menschen in beratenden Berufen, alle Interessierten

Termin

Freitag, 05. März 2021, 9.00 - 16.30 Uhr

Anmeldung: bis 25. Februar 2021

Kursgebühr

98,-- Euro

Leitung

Dr. Georg Beirer, Theologe, Dipl. Päd. (Univ.), Moraltheologe

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