H08:
Anteil nehmen - Lebenswelten entdecken - Leben begleiten

Befähigung zur Familienbegleitung in der Kinder- und Jugendhospizarbeit

Inhalte

Die Kinder- und Jugendhospizarbeit ist inzwischen ein wichtiger Teil der Hospizarbeit geworden und ist eng vernetzt mit bestehenden Strukturen zur Unterstützung lebensverkürzend erkrankter Kinder und Jugendlicher. Sie baut auf den Grundlagen und Haltungen der Hospizbewegung auf. Die Angebote der Kinder- und Jugendhospizarbeit richten sich auch und besonders an die Familien der betroffenen jungen Menschen, um dort zu entlasten. Die Unterstützung soll ermöglichen, dass sich die Angehörigen selbst um die Begleitung ihrer lebensverkürzend erkrankten Kinder und Jugendlichen kümmern können. Kinder- und Jugendhospizarbeit nimmt mit ihren ehrenamtlichen Hospizbegleiter/Innen die Bedürfnisse in den Blick, ist offen für die Sorgen, Nöte und die Trauer und kann so mitmenschliche und notwendende Hilfe anbieten, damit Freiräume für die Familien entstehen.

  • Vertiefung der Grundlagen der Hospizarbeit.
  • Focus auf die Bedürfnisse von Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern und Jugendlichen
  • Kommunikation. Grenzen achten.
  • Die Rolle des Ehrenamts in der Hospizbegleitung von Kindern und Jugendlichen
  • Wer braucht die Kinder- und Jugendhospizarbeit?
  • Unterschiede zur Arbeit im Erwachsenenhospizdienst
  • Lebensverkürzende Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen aus Sicht der pädiatrischen Palliativmedizin.
  • Familien und ihre Systeme.
  • Wissen über familiensystemische Ansätze zur Schärfung des (Über-) Blicks bei Familien in krisenhaften Lebenssituationen.
  • Verständnis für lebensverkürzend erkrankte Kinder und Jugendliche als Teil ihrer Familien - Ableitung von Verhaltensweisen für die Begleitung
  • Geschwister - einbeziehen und unterstützen
  • Trauer - als Teil mitmenschlicher Hospizbegleitung

Ziele

Lebensbegrenzend erkrankte junge Menschen gehen ihren Weg, einen Weg, der häufig von Therapien und längerfristigen Klinikaufenthalten geprägt ist. Dabei begegnen sie unterschiedlichen Helfenden von Ärzten über Pflegende bis hin zu Ehrenamtlichen. Eine achtsame partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Beteiligten in der Versorgung lässt Vertrauen wachsen und macht Unterstützung möglich. Begleitung heißt in diesem Sinne, dass jemand seinen eigenen Weg gehen und seinen eigenen Tod sterben kann.

  • Sensibilität entwickeln
  • Familien sind Experten in eigener Sache, in ihrer Lebenssituation.
  • Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung
  • Hospizliche Begleitung ist Lebensbegleitung.

Das Seminar soll Stärke im Umgang mit den Herausforderungen des Lebens und Sterbens vermitteln und Mut machen, sich auf die unterschiedlichen Lebenswelten betroffener Kinder, Jugendlicher und ihrer Familien einzulassen.

Zielgruppe

Ausgebildete Hospizbegleiter/innen mit der Motivation, in der Kinder- und Jugendhospizarbeit tätig zu werden.

Termine

Teil 1

Beginn: Freitag, 18. September 2020, 17.00 Uhr

Ende: Sonntag, 20. September 2020, 13.00 Uhr

Teil 2

Beginn: Freitag, 13. November 2020, 17.00 Uhr

Ende: Sonntag, 15. November 2020, 13.00 Uhr

Anmeldung: bis 1. September 2020

Kursgebühr je Kurs-Wochenende

189,-- Euro

335,-- Euro (inkl. Übernachtung / Verpflegung)

Leitung

Silke Kastner, Koordinatorin im ambulanten Hospizdienst im Hospizverein Bamberg e.V., Krankenpflege, Mentorin im Sozial- u. Gesundheitswesen, Palliative Care M.A. (Universität Bremen)

und Referententeam

Das Seminar ist ein gemeinsames Angebot des Hospizvereins Bamberg e.V. und der Hospiz-Akademie Bamberg.

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