S08:
Religionen und Weltanschauungen - ihre Bedeutung in der Begleitung Schwerstkranker und ihrer Angehörigen

Interreligiöse Kompetenz als not-wendiges Rüstzeug in Hospizarbeit und Palliative Care

Inhalte

Am Lebensende ist Religion für viele Menschen ein wichtiger Halt. Schwerstkranke Menschen und deren Angehörige können in religiösen Ritualen und in den Lehren ihrer Religion über das Sterben, den Tod und das Jenseits Trost und Sicherheit erfahren.

Allerdings befindet sich die religiöse Landschaft in Deutschland seit einigen Jahrzehnten im Umbruch: Das Christentum und die Kirchen haben in Weltanschauungsfragen ihre Monopolstellung verloren und immer mehr Menschen mit anderer Religionszugehörigkeit (Islam, Judentum, Buddhismus) leben bei uns. Zudem gibt es immer mehr konfessionslose Menschen. Diese sind allerdings meistens nicht unreligiös, sondern haben für sich individuelle Formen einer sehr persönlichen „Patchwork-Religiosität" entwickelt.

In dieser vielfältigen Religions- und Weltanschauungslandschaft ist es folglich schwieriger geworden, angemessen auf religiöse Bedürfnisse in der individuellen Sterbebegleitung einzugehen. Immer wichtiger werden für Begleiter/-Innen, Pflegekräfte und Ärzte Grundkenntnisse über verschiedene Religionen sowie eine interreligiöse Kompetenz.

Ziele und Arbeitsweg

  • Vermittlung von Grundwissen über Jenseitsvorstellungen, Sterberituale und angemessene Verhaltensweisen
  • Reflexion der eigenen Haltung zum Thema „Religion" in der Hospizarbeit und in Palliative Care
  • Klärung praktischer Fragen und Erarbeitung von Umsetzungsmöglichkeiten

Zielgruppe

Hospizmitarbeiter/Innen, Pflegekräfte, Ärzte, Seelsorger/Innen, alle Interessierten

Termin

Samstag, 26. Oktober 2019, 9.00 - 16.30 Uhr

Anmeldung: bis 11. Oktober 2019

Kursgebühr

98,-- Euro

Leitung

Dr. theol. Martin Weiß, Lebens- und Organisationsberater, Ethikdozent in der Altenpflegeausbildung, Transaktionsanalytischer Berater (DGTA), Systemischer Berater (IWSP)

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