P09:
Palliative Atempflege

Achtsame Begleitung kranker und sterbender Menschen und Zuwendung für sich selbst

Inhalte

Atempflege ist eine sanfte Form der Unterstützung für Schwerkranke und Sterbende.

Dabei nutzen wir vielfältige Wege: achtsames Wahrnehmen des eigenen Atmens, atemverbundene Bewegung und einfache Hilfsmittel, um den Atem deutlich spürbar zu machen. Das wichtigste Mittel ist die klare, spürbare Berührung ohne Druck.

Durch Atempflege wird die Körperspannung verändert und der Atem gelockert. Durch die Berührung wird Zuwendung körperlich erfahrbar - unabhängig von Worten. Kranke Menschen, die im Alltag vor allem gepflegt werden, können ihren Körper wieder anders erleben - für Beziehung, Nähe und angenehme Berührung.

Das Bewusstsein für achtsame Berührung mit den eigenen Händen entschleunigt auch Bewegungen im Alltag und verändert die Qualität der Berührung. So kann Atempflege im pflegerischen Alltag integriert werden.

Ziele und Arbeitswege

  • Bewusstsein für die eigenen Hände entwickeln
  • Praktische Atempflege in Partnerübungen: wie fühlt sich eine Berührung in der Atempflege an - als Berührte und als Berührende
  • Atempflege umfasst den ganzen Körper: Berührung an unterschiedlichen Körperstellen wahrnehmen und schenken
  • Praktische Atempflege für mich selbst - „in Zeiten der Atemlosigkeit" auch im Alltag zu Achtsamkeit und Entspannung finden
  • Atem und Bewegung koordinieren
  • Durch Wahrnehmen und Beschreiben der Wirkung einer Berührung oder Bewegung kann sich die Erfahrung vertiefen

Zielgruppe

Pflegekräfte, Ärzte, Hospizmitarbeiter/Innen, Angehörige, alle Interessierten

Bitte mitbringen: bequeme, warme Kleidung, dicke Socken, ein Kissen, zwei Decken

Termin

Samstag, 23. März 2019, 9.00 - 17.00 Uhr

Anmeldung: bis 23. Februar 2019

Kursgebühr

98,-- Euro

Leitung

Christine Schoierer, Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin (Schule Schlaffhorst-Andersen), (Sport-)Mentaltrainerin (Heidelberger Institut für Mentaltraining)

nach oben